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Die Pfadfinderbewegung ist eine freiwillige, nicht politische Erziehungsbewegung für junge Menschen, die offen ist für alle, ohne Unterschied von Herkunft, Rasse und Glaubensbekenntnis. Zweck der Pfadfinderbewegung soll sein, zur Entwicklung junger Menschen beizutragen, damit sie ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewußte Bürger und als Mitglieder ihrer kommunen, nationalen, und internationalen Gemeinschaften einsetzen können. (zurück nach oben)
Grundsätze
Drei Grundsätze sind die Pfeiler der Pfadfinderbewgung sein.
- Erster Grundsatz: Verpflichtung gegenüber Gott, also Festhalten an den geistigen Grundsätzen eines Glaubensbekenntnisses und Treue zu Religion, der ein Pfadfinder angehört.
- Zweiter Grundsatz: Verpflichtung gegenüber den Mitmenschen. Darunter ist zu verstehen: Treue gegenüber dem eigenen Land, Streben nach nationalem und internationalem Frieden und Verständigung der Völker, Mitarbeit bei der Weiterentwicklung der Gesellschaftmit Achtung und Ehrfurcht vor der Würde des Nächsten und vor der Unverletzlichkeit der Natur.
- Dritter Grundsatz: Verpflichtung gegenüber sich selbst, Verantwortung für die positive Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
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Das Pfadfindergesetz
- Auf die Ehre eines Pfadfinders kann man bauen
- Der Pfadfinder ist treu
- Der Pfadfinder ist hilfsbereit
- Der Pfadfinder ist Bruder aller Pfadfinder und Freund aller Menschen
- Der Pfadfinder ist höflich und ritterlich
- Der Pfadfinder schützt Tiere und Pflanzen
- Der Pfadfinder ist gehorsam (Im Gehorsamsbegriff sind Kritikfähigkeit und Verantwortungsbvewußtsein
enthalten.)
- Der Pfadfinder lacht und pfeift in allen Schwierigkeiten (Der Pfadfinder überwindet Schwierigkeiten mit
Leichtigkeit)
- Der Pfadfinder ist fleißig und sparsam
- Der Pfadfinder ist rein in Gedanken, Wort und Tat
Das neue Pfadfindergesetz der DPSG
Als Pfadfinderin ...
Als Pfadfinder ...
... begegne ich allen Menschen mit Respekt und habe alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen als Geschwister.
... gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt.
... bin ich höflich und helfe da, wo es notwendig ist.
... mache ich nichts halb und gebe auch in Schwierigkeiten nicht auf.
... entwickle ich eine eigene Meinung und stehe für diese ein.
... sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage.
... lebe ich einfach und umweltbewusst.
... stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben.
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Der Wahlspruch
Unser Wahlspruch heißt "Allzeit Bereit". Er verpflichtet uns zum Helfen in jeder Lage. Und die "tägliche Gute Tat", die jeder Pfadfinder erbringen soll, heißt nichts anderes als täglich Allzeit Bereit zu sein, täglich Pfadfinder zu sein, täglich nach dem Pfadfindergesetz zu leben. Der Pfadfinder soll in Gegenwart Gottes leben, damit das Allzeit Bereit keine Worthülse bleibt. (zurück nach oben) Der Pfadfindergruß
Auf der ganzen Welt ist der Pfadfindergruß einheitlich. Die rechte Hand wird mit der Handfläche nach vorne auf Schulterhöhe gehoben. Der Daumen legt sich dabei auf den gebeugten kleinen Finger - als symbolische Geste dafür, daß der Starke den Schwachen schützt. Die drei gestreckten Finger erinnern an die drei Punkte des Pfadfinderversprechens. Pfadfinder auf der ganzen Welt reichen einander grundsätzlich die linke Hand, weil sie vom Herzen kommt. In vielen Ländern spreizen sie dazu noch den kleinen Finger ab, wodurch ein zusätzlich verschränkter Händedruck entsteht.
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Das System der kleinen Gruppen
Alle Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände
teilten ihre Mitglieder entsprechend der ursprünglichen Empfehlungen Baden-Powells
in drei - oder auch in vier - Altersgruppen auf und zwar in die
- Wöflinge (bis 11 Jahre)
- Pfadfinder (12-18 Jahre). Hier erfolgt zum Teil (länder- und verbandsspezifisch) die Aufgliederung in
zwei Altersgruppen (Jungpfadfinder und Pfadfinder)
- Rover (19-21 Jahre)
Die DPSG teilte ihre Mitglieder folgendermaßen auf:
- Wöflinge (ab dem achten Lebensjahr)
- Jungpfadfinder (ab dem elften Lebensjahr)
- Pfadfinder (ab dem 14. Lebensjahr)
- Rover (ab dem 17. Lebensjahr, sie endet im Alter von 20 Jahren)
- Leiter (ab 18 Jahren)
Diese Altersgruppen werden im deutschsprachigen Raum teilweise anders benannt. Auch verschieben sich zum Teil die Altersgruppen unwesentlich. Gemeinsame und untastbare Verpflichtung aller Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände dieser Welt ist es, ihre Mitglieder - gleich welchen Alters - in Kleinstgruppen von sechs bis acht Mitgliedern aufzuteilen, so wie es Baden-Powell bei der Ausbildung seiner Scouts in Indien und später mit den Jungen auf Brownsea Island erfolgreich ausprobiert hat. Die Kleinstgruppe ist gewissermaßen die erzieherische Keimzelle des Pfadfindersystems überhaupt. In der kleinen Gemeinschaft kannst du dich am besten bewähren. Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen ganz genau. Jeder trägt die Verantwortung dafür, daß die Gruppe eine gute Gruppe ist. Und die Gemeinschaft der Gruppe trägt die Verantwortung, daß jedes Mitglied ein gutes Mitglied ist. In der kleinen Gruppe wird bei jedem die Kritikfähigkeit entwickelt: selbstständig zu denken und zu handeln. Diese Kleinstgruppen heißen im deutschsprachigen Raum "Patrouillen" oder "Sippen" in der Schweiz heißen sie "Fähnlein". (zurück nach oben)
Das Versprechen der Pfadfinder
Der Pfadfinder bereitet sich auf einem Hike auf sein Versprechen vor. Der Versprechenstext lautet:
"Ich verspreche mein Bestes zu tun,
Gott und meiner Heimat zu dienen,
anderen jederzeit zu helfen
und das Pfadfindergesetz zu achten."
Dieser Text kann durch ein einführendes bzw. nachfolgendes Wort persönlich ausgeschmückt werden. (zurück nach oben)
Das Pfadfindergebet (alte Fassung)
Mein Herr und Meister Jesus Christus;
Du hast gesagt: "Seid bereit!". Dieses
Wort habe ich mir zum Wahlspruch
erkoren. Hilf mir, dieser Losung
immer treu zu sein! "Allzeit Bereit"
will ich sein, meine Pflicht zu tun; ich
will wahr sein im Wort, edel in der Tat,
treu der Kirche und dem Vaterland,
stets bereit zu verzeihen und zu helfen,
geduldig und ausdauernd in
Schwierigkeiten, rein an Leib und Seele.
Zeig' mir den rechten Weg, führ' mich
den steilen Pfadv zu Himmel! Dir will
ich folgen und mein Bestes tun, als
katholischer Pfadfinder zu leben. Hilf
mir dazu mit Deiner Gnade. (zurück nach oben)
Das Pfadfindergebet (neue Fassung):
Herr Jesus Christus! Du hast gesagt:
"Seid bereit!". Dieses Wort ist mein Wahlspruch.
Allzeit bereit will ich sein,
und nach Deinem Beispiel handeln:
wahr im Reden, verläßlich im Tum.
Zu deiner Kirche will ich halten,
und allen Menschen Bruder sein:
bereit zum Verzeihen, selbstlos im Helfen,
geduldig, wenn es schwierig wird.
Zeige mir meinem Weg
und begleite mich auf dem Pfad,
der zum Leben führt.
Dir will ich folgen und mein Bestes tun.
Hilf mir dazu und segne mich. (zurück nach oben)
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